Radtouren für Familien

Ein Fahrradurlaub am Gardasee ist sicher eine vergnügliche Art, die Gegend kennenzulernen, versteckte Orte im Grünen zu erkunden, die sonst nur schwer erreichbar wären, und Spaß mit der Familie an der frischen Luft in der schönen Gardasee-Natur zu haben.
In den letzten Jahren konnte der Radsport mehr und mehr begeisterte Anhänger gewinnen. Der Gardasee ist diesbezüglich ein sicherlich mehr als geeignetes Ziel, bietet er doch eine Vielfalt an Routen und zauberhafte Naturlandschaften.
Das Gardaseegebiet ist insofern einzigartig, als dass es den Bedürfnissen eines jeden Radfahrers nachkommt: Es bietet Steigungen, an denen sich trainierte Sportler messen können, aber auch Routen für Familien, die einfach nur eine Radtour mit ihren Kindern unternehmen wollen.
Wer das eigene Fahrrad lieber zuhause lässt, kann vor Ort einen der vielen Fahrradverleihe, zum Teil auch innerhalb des Behebungsbetriebs, aufsuchen und dort Fahrräder und das nötige Zubehör mieten. Entlang der Radwege gibt es übrigens Picknickplätze sowie zahlreiche Gasthäuser, die vom schnellen Snack bis zum ausgedehnten Mittagessen alles bieten.

 

Radweg Lazise - Garda


Das Ostufer vom Gardasee, dem größten See Italiens, ist ideal für romantische und entspannte Radtouren. Die Strecke ist etwa 13 Kilometer lang und führt von Lazise nach Punta San Vigilio.
Dank des flachen und ebenen Weges ohne Anstiege, ist die Tour für alle Radfahrer, auch für Familien mit Kindern geeignet. Ausgangspunkt ist die befestigte Stadt Lazise, mit der bezaubernden Burg, den Türmen und den Scaliger-Mauern, die das historische Zentrum umgeben. Die Dogana, ein Gebäude, das von der Republik Venedig erbaut wurde, um den Handelsverkehr auf dem See zu kontrollieren, beherbergt heute kulturelle und gastronomische Veranstaltungen. Von Lazise aus geht es nach Bardolino, einer Stadt inmitten der Oliven-Riviera und der perfekte Ort, um den Bardolino-Wein in seinen Varianten als Rot- und Chiarettowein zu probieren, der in den Weinbergen der umliegenden Hügel wächst.
Der Stadtkern ist besonders faszinierend, die Häuser sind fischgrätenartig angeordnet und die Straßen stehen senkrecht zum Ufer.
Es sind diese alten Häuser, die gepflasterten Höfe, die engen Gassen voller Blumen, die Souvenirläden, die Eisdielen und die Restaurants, die Bardolino zu einem einzigartigen Ort machen. Der Radweg führt weiter nach Garda.
Dieser Ort liegt in einer wunderschönen Bucht und ist von alten Häusern, Bögen, Gassen, Plätzen und wunderschönen Villen geprägt. Vor Ihnen eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama, das von der legendären Rocca dominiert wird. Wenige Kilometer trennen Sie nun von Punta San Vigilio, einer wunderschönen Halbinsel, auf der Sie eine alte Kirche, die Statue von San Giovanni Nepomuceno, Beschützer der Seefahrer, und die verträumte Bucht Baia delle Sirene bewundern können.

 

Radtour im süden des sees


Radtour mit einer Streckenlänge von ca. 68 km auf Asphalt und einer Dauer von etwa 4 1/2 Stunden am südlichen Gardasee entlang kleiner Ortschaften und historischer Monumente und mit schönen Ausblicken.
Die Strecke ist mit einer durchschnittlichen Steigung von 0,3% und einem absoluten Höhenunterschied von 178 m einfach zu bewältigen, jedoch für Kinder aufgrund von Autos nicht geeignet! Die Tour beginnt in der Ortschaft Maguzzano am Ende des von Brescia kommenden Radwegs. Man fährt dann über Desenzano del Garda, Rivoltella weiter bis nach Sirmione, wo die Grotten des Catull besichtigt werden können.
Dem Radweg folgend gelangt man weiters nach Santa Maria di Lugana und Peschiera del Garda, wo für einen Aufenthalt der Altstadt Halt gemacht werden kann. Von Peschiera aus folgt man der Uferstraße ("Gardesana") bis nach Lazise, wo ein Besuch des Zollhauses und der Altstadt ein Muss ist!
Bei der Weiterfahrt passiert man Cisano, Bardolino und Garda, wo sich ein Blick auf die Halbinsel Punta San Vigilio genauso lohnt wie ein Sprung in das Wasser der Baia delle Sirene - Bucht. Weiter geht es nach Torri del Benaco, von wo aus die Fähre nach Toscolano Maderno am Westufer des Gardasees genommen wird. Von Toscolano radelt man dann gen Süden, vorbei an Gardone Riviera mit seinem Vittoriale und Salò, bis nach Cunettone. Hier nimmt man die Landstraße 25 bis zum Ort Barcuzzi, dem Endziel der Radtour.

 

Radtour entlang des flusses Mincio, von Peschiera del Garda nach Mantua


Der Radweg von Peschiera del Garda nach Mantua wurde 2006 fertiggestellt und ist komplett asphaltiert. Er verläuft entlang einer Seite des berühmten Festungsvierecks, dass die Österreicher Anfang des 19. Jahrhunderts bauten.
Der Radweg beginnt in Peschiera del Garda, am rechten Ufer des Flusses Mincio. Nach der Flussüberquerung am Deich von Salionze, direkt vor dem Ort Monzambano, erblickt man die Scaligerburg in Valeggio sul Mincio, bevor man einen der schönsten Orte Italiens erreicht: Borghetto sul Mincio, bekannt für seine Wassermühlen und die Ruine der Visconti-Brücke. Von hier fährt man den Fluss entlang bis nach Pozzolo, von wo aus eine Strecke nach Volta Mantovana führt. Nach einer etwa 40 km langen Fahrt durch die Ebene gelangt man nach Mantua.

 

Radtour durch die Moränenhügel


Die Moränenhügel am unteren Gardasee reichen von 100 bis 250 Meter Höhe und liegen zwischen der Po-Ebene im Süden und dem Gardasee im Norden.
Eine Umgebung aus Hügelketten mit dazwischen liegenden kleinen ebenen Flächen, das von bewaldeten Flächen, sanften Hügeln mit Hochebenen, Teichen und Quellen, Weinbergen und Olivenhainen geprägt ist.
Das Gebiet der Moränenhügel bietet auch viele historische Zeugnisse der Etrusker und Römer und später in der Renaissance der Gonzagas, die hier herrschten.
Die 46 km lange Route, ausschließlich auf Asphaltboden, ist mittelschwer mit einigen kurzen Anstiegen. Sie beginnt in Peschiera del Garda und führt am Seeufer bis nach Lido Ronchi, einem kleinen Strand in der Nähe von Gardaland. Nach Überquerung der Staatsstraße, befindet man sich bereits inmitten von Weinbergen, in einem Grenzgebiet zwischen den Weinbaugebieten Bardolino Doc und Custoza Doc. Die Tour geht weiter bis zum malerischen Dorf Palazzolo, wo die Kirche Santa Giustina hervorsticht. Die Fahrradroute führt hinunter nach Sona, einem weiteren Dorf antiken Ursprungs zwischen dem Gardasee und Verona.
Das Gebiet wechselt hier von großen Weinbergen, zu Kiwi- und Pfirsichplantagen, bis nach Sommacampagna. Weiter geht es durch die Moränenhügel bis zum Fluss Mincio und dem Damm von Salionze, wo man den Fluss überquert und am rechten Ufer entlang über den schönen Radweg zurück nach Peschiera gelangt. Einer schöner Blick auf die Wehrmauern von Peschiera heißt Sie willkommen, bis Sie ins historische Zentrum gelangen.