Natur und Umwelt
Fang das beste Angebot

Der Gardasee, der größte See Italiens, hält ein unglaublich großes Angebot von Naturschönheiten bereit: Die Olivenriviera, der Monte Baldo, die Naturparks, das smaragdgrüne Wasser und die sanft  geschwungenen Hügel sind nur einige Beispiele dessen, was der Gardasee zu bieten hat. Das herrschende Mittelmeerklima macht die Gegend einzigartig. Hier befinden sich die nördlichsten  Anbaugebiete von Zitronen und Oliven in Europa. Die Zitronen wachsen in den typischen, terrassenartig angelegten Limonaie, die auch für Orangen, Mandarinen und Zedern genutzt werden. Das Ostufer des Gardasees wird auch Olivenriviera genannt, denn es beherbergt mehr als 200 Sorten von Olivenbäumen, die einst von den Römern eingeführt wurden.

Hinter dem See erhebt sich der über 2.000 m hohe Monte Baldo, der aufgrund seiner unzähligen endemischen Arten auch „Garten Europas“ genannt wird.
Er dominiert das Landschaftsbild mit seinem unvergleichlichen Profil und gilt als wahres Paradies für Wanderer und Liebhaber von Outdoor-Aktivitäten. An seinen Hängen sind 43% der gesamten Alpenflora, die Hälfte aller italienischen Orchideenarten (mehr als 60) und fast 40% aller bekannter Schmetterlingsarten (2085) vertreten. Einige Pflanzenarten kommen ausschließlich in diesem Gebiet vor, weshalb sie den Namen  "Baldense" („vom Monte Baldo“) tragen. Beispiele hierfür sind die Anemone Baldensis, die Galium Baldensis und die Knautia Baldensis.

Die abwechslungsreiche Landschaft bietet ein mediterran geprägtes Seeufer mit Olivenbäumen, Zitrushainen, Oleandern, Agaven, Zypressen und Steineichen, das langsam in ein alpines Hinterland mit steilen Gipfeln und unberührten Tälern voll von Schwarzkiefern, Eschen, Eichen, Buchen, Waldkiefern, Fichten und Latschen reicht.

In dieser Region ist eine reiche und wunderbare Fauna zuhause. Es können verschiedenste Vogelgattungen beobachtet werden: Wasservögel wie Blässhühner und Haubentaucher, Waldvögel wie Meisen und Eichelhäher, Gebirgsvögel wie Raufußhühner, genauer Birkühner, und Raubvögel wie Steinadler, Uhus, Falken, Bussards und Turmfalken.
Außerdem gibt es Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Luchse und Braunbären.
Füchse und Arten aus der Familie der Wiesel sind in den eher unberührten Gegenden im Hinterland zu finden, die von dem großen Touristenansturm verschont bleiben.

Nur wenige Besucher wissen, dass es am Gardasee, nämlich in Manerba del Garda, ein Naturschutzgebiet von rund 2 Millionen Quadratmetern, davon 116 Hektar Küstengebiet und 84 Hektar Seefläche, gibt. Das Naturreservat „Riserva naturale della Rocca del Sasso e parco lacuale“ ist das größte Seereservat Italiens, ein wahrhaftiger Schatz für das Studium und den Schutz von der Seeumwelt und der Fischfauna eines Süßwassersees.

Im Gardasee leben mehr als 25 Fischarten. Die Gardaseeforelle zählt aufgrund ihres wohlschmeckenden Fleisches zu den beliebtesten Fischen. Sie ist hauptsächlich in den nördlichen Gebieten des Sees zu finden. Überfischung und von Menschenhand eingeführte Fischspezies bedrohen jedoch ihre Existenz. Andere im Gardasee heimische Fische sind der Ukelei, der Aal, der Hecht und die Schleie. Der Karpfen, der Lavaret und verschiedene Barscharten stammen aus anderen Ökosystemen und wurden  künstlich in den See eingesetzt.