Museen

Das Gardaseegebiet bietet verschiedene Möglichkeiten für alle, die mehr über das historische und künstlerische Kulturgut aber auch über die Weingastronomie und Traditionen der Region erfahren möchten. Im Folgenden finden Sie unsere Museumstipps am Gardasee.

MAG Museo Alto Garda


Das Akronym MAG steht für Museo Alto Garda, welches u.a. zwei der wichtigsten Museumsanlagen des Gardaseegebiets umfasst: Das Museum in der Rocca von Riva del Garda und die Galleria Civica G. Segantini im Palazzo dei Panni von Arco.
Das Museum bietet drei Dauerausstellungen sowie Säle für temporäre Ausstellungen.
Die Pinakothek umfasst Werke bildender Kunst aus dem Gardaseegebiet vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert, während archäologische Abteilung das Entdecken von regionalen Fundstücken ermöglicht, die vom Mittelpaläolithikum bis zum Spätmittelalter reichen.
Die dritte Dauerausstellung zur Geschichte stellt in chronologischer Reihenfolge historische Ereignisse des Gebiets um Riva del Garda und den Sarca, den Hauptzufluss des Gardasees, dar - beginnend bei der Urgeschichte bis zum Zweiten Weltkrieg.
Die Galleria Civica G. Segantini ist im Palazzo dei Panni aus dem 17. Jahrhundert untergebracht und beherbergt eine Dauerausstellung von Bildern des pointillistischen Malers Giovanni Segantini aus Arco.
Das Museum ist von Juni bis September täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Während der restlichen Monate werden die genannten Öffnungszeiten beibehalten, wobei der Montag als Schließtag gilt. Führungen sind auf Anfrage möglich. Die Galerie ist außer Montag täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, im Juli und August von 15:30 bis 22:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. In der Nähe des Museums und der Galerie gibt es Autoparkplätze. Weitere Informationen zu den Eintrittskarten gibt es auf der Webseite des MAG.
museoaltogarda.it

 

Olivenölmuseum


Am Gardaseeufer in Bardolinos Ortsteil Cisano steht die Ölfabrik Cisano (Oleificio Cisano), welche ein Olivenölmuseum beherbergt. Das Ende der 80er Jahre eingeweihte Museum verzeichnet im Schnitt 50.000 Besucher pro Jahr.
Es nimmt die Anwesenden mit auf eine Entdeckungsreise in die Geschichte des Olivenanbaus im Mittelmeerraum von der Antike bis zur heutigen Zeit, sowie der Maschinen für Olivenernte und Olivenölproduktion aus dem 18. Jahrhundert. Zu den ausgestellten Werkzeugen zählt auch eine perfekt funktionierende Ölmühle mit Wasserantrieb und eine Hebelpresse aus Eichenholz.
Das Museum wird durch eine Verkaufsstelle vervollständigt, in der Produkte aus der Ölfabrik Cisano und vom Gardasee erworben werden können: Olivenöl, Essig, Grappa und Branntwein, Wein und aus aus natürlichen Extrakten gewonnene Kosmetika.
Wir machen darauf aufmerksam, dass das Museum, dessen individueller Besuch kostenlos ist, das ganze Jahr über werktags von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 14:30 bis 19:00 Uhr geöffnet ist, feiertags jedoch nur am Vormittag. Das Museum ist zu 50% barrierefrei. Es werden kostenpflichtige Gruppenführungen und Videoguides in verschiedenen Sprachen (Italienisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch) angeboten; weitere Informationen gibt es auf der Museumswebseite. Das Museum ist leicht auszumachen, da es direkt an der Gardesana-Uferstraße liegt. Es verfügt über einen umzäunten Parkplatz, der Platz für ungefähr zehn Autos bietet.
museum.it

 

Weinmuseum


Auch in Bardolino, in der Kellerei Cantina Fratelli Zeni in der Via Costabella, befindet sich das Weinmuseum. Es ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die je einen anderen Aspekt der Weinproduktion zeigen - angefangen beim Weinbau bis hin zur Abfüllung des Weins.
Der erste Teilbereich, der Weinbau und -erzeugung gewidmet ist, erklärt deren Prozesse und zeigt alte und neue Veredelungsmaschinen, von Tieren gezogene Pflüge sowie Pumpen und Blasebälge mit schwefel- und kupferhaltigen Spritzmitteln, die in der Vergangenheit zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurden.
In dem der Traubenverarbeitung gewidmeten Bereich sind unter den Werkzeugen des Handwerks eine Waage und zwei Keltergeräte ausgestellt, die erste eine mechanische Mühle vom Anfang des letzten Jahrhunderts und die zweite eine manuelle Mühle aus dem Mittelalter. Die Weinherstellung ist das Thema der folgenden Sektion, in der sich eine alte Weinpresse befindet, einige Weinpumpen und verschiedene Arten von Verkorkungsapparaten. Es folgen ein Bereich zu Böttcherwerkzeugen, eine Ausstellung alter Maschinen zur Weinproduktion und zuletzt ein Abschnitt zur Abfüllung, der letzten Phase im Produktionsprozess. Dieser letzte Bereich ist insofern besonders interessant, weil hier tatsächlich die Abfüllung durch die Cantina Fratelli Zeni stattfindet.
Das Museum, das über einen Parkplatz verfügt, steht auch für Gruppenbesuche offen.
Auf Anfrage gibt es maßgeschneiderte, kostenpflichtige Angebote, darunter Weinlehrpfade und Verkostungen. Für weitere Informationen empfehlen wir einen Besuch der Webseite des Weinmuseums.
museodelvino.it

 

Museum in der Scaligerburg von Torri del Benaco


Die Scaligerburg am Seeufer von Torri del Benaco beherbergt ein Museum, in dessen Inneren eine Reihe von Fundstücken und Objekten von der handwerksmäßigen und industriellen Vergangenheit der Stadt zeugen.
Vom Eingang, an dem ein Brunnen mit einer Brüstung aus gelben Marmor steht, hat man Zugang zur an den Turm angrenzenden Wohnung im Wehrturm, dem heutigen Museumssitz. Das Museum besteht aus mehreren Sälen; jeder ist einem Thema gewidmet.
Im Saal der Kalfaterer, der für Schiffsbau und -reparatur zuständigen Handwerker, können Besucher deren Werkzeuge sehen.
Darunter sind drei z.T. sehr große Hobel, verschiedene Nagelbohrer, Sägen und mit drei Äxten das für die Kalfaterer stehende Schneidewerkzeug. Ein Saal widmet sich dem Olivenöl, zusammen mit Wein und Weinpresse eins der regionalen Produkte per Excellence; im Inneren gibt es Maschinen zur Olivenölgewinnung und -herstellung, während im Außenbereich eine Olivenölmühle aus dem letzten Jahrhundert steht. Der dem Fischfang gewidmete Saal ist wiederum in verschiedene Bereiche unterteilt: Von Netzen, die je nach Fischart andere Materialien, Maschen und Nutzungsarten aufweisen, bis zu Instrumenten für die Lotung der Wassertiefe von Booten. Ein weiterer Saal konzentriert sich auf die im Mittelalter entstandenen Fischerzunft der "Antichi Originari".
Hier können Besucher unter den anderen Objekten eine Reihe von Dokumenten und Fotografien entdecken, die ihre Geschichte erzählen. Im Zentrum des nächsten Saals, der auf die Geschichte von Torri del Benaco zurückblickt, steht ein Modell des Ortes. Ein letzter Bereich im Dachboden beherbergt Felszeichnungen aus den Höhlen der Umgebung.
Im Rahmen des Museumsbesuchs kann auch die Limonaia besichtigt werden.
Das herrliche Zitronengewächshaus bezeugt den Anbau dieses Zitrusgewächses in einer der nördlichsten Gebiete im Mittelmeerraum.
Das Museum der Scaligerburg von Torri del Benaco ist von April bis Oktober zu wechselnden Zeiten geöffnet: Von April bis Mitte Juni und von Mitte September bis Ende Oktober von 9:30 bis 12:30 Uhr und 14:30 bis 18:00 Uhr sowie von Mitte Juni bis Mitte September von 9:30 bis 13:00 Uhr und 16:30 bis 19:30 Uhr.
Weitere Informationen zum Museumsbesuch und -eintritt finden sie auf der Museumswebseite. Hinter der Burg befindet sich ein größerer kostenpflichtiger Parkplatz.
museodelcastelloditorridelbenaco.it

 

Papiermuseum


Im Exzellenzzentrum der Stiftung Papiermühlental (Fondazione Valle delle Cartiere) ist das im Juni 2007 eingeweihte Papiermuseum untergebracht.
Es handelt sich um einen der wichtigsten industriearchäologischen Orte in Norditalien.
Die ersten Hinweise auf die Präsenz von Papierfabriken bzw. Papierfabrikanten in der Umgebung von Toscolano-Maderno gehen auf das 14. Jahrhundert zurück. Seitdem widmet sich die als Papiermühlental bezeichnete Gegend ausschließlich der Papierproduktion.
Der Bau der ersten Papierfabrik beruht der Legende nach auf einem Boot, das Schiffbruch erlitten hatte und dessen Segel in eine Bucht von Toscolano gespült wurde.
Dort wurde es erst aufgeweicht, dann durch die Sonne getrocknet und so komprimiert, dass es sich zum Beschreiben eignete.
Das Papiermuseum wurde auf Betreiben der Gemeinde von Toscolano-Maderno am Ort der Fabrik eingerichtet, die als letztes ihre Tätigkeit einstellte. Es ist wie ein Studienzentrum der Papier- und Druckproduktion gestaltet, mit nach Themen und Technik unterteilten Bereichen sowie Werkstätten und Kongressräumen. Auf Anfrage ist das Museum das ganze Jahr für Gruppen geöffnet, und zudem in den Monaten von April bis zum 7. Oktober täglich durchgehend von 10:00 bis 18:00 Uhr. Vom 13. bis 28. Oktober nur am Samstag und Sonntag, durchgehend von 10:00 bis 18:00.
Das Papiermühlental, Valle delle Cartiere, ist mit dem Auto erreichbar, wobei entlang der Straße geparkt werden kann. Weitere Informationen zum Besuch und Eintrittspreis finden sich auf der Museumswebseite.
valledellecartiere.it

 

Gardaseemuseum


In der Gemeinde Garda, genauer gesagt im Inneren des Palazzetto delle Esposizioni, hat das Gardaseemuseum (Museo del Lago di Garda) seinen Sitz. Es sammelt Fundstücke und Materialien, die von den Traditionen und Bräuchen des Gardaseegebiets zeugen.
Von einer ersten Objektkollektion, die Geschichten der Vergangenheit erzählte, hat die Sammlung breitere Ausmaße angenommen, bis daraus das 2011 eröffnete Museum entstand. Nach einer kurzen Schließzeit öffnete es am 1. Februar 2015 erneut für die Öffentlichkeit.
Das Museum erstreckt sich auf zwei Ebenen, wovon die erste sich dem Land, die zweite dem Wasser widmet. Im unteren Stockwerk sind Objekte und Werkzeuge aus der Landwirtschaft, dem Handwerk, der Tierhaltung, Förderung und Folklore ausgestellt; im Obergeschoss befinden sich Werkzeuge für den Fischfang, darunter Netze, Harpunen und Haken.
Das Museum ist von Freitag bis Sonntag nachmittags von 15:00 bis 18:30 Uhr geöffnet, am Samstag kann es zudem auch vormittags von 10:00 bis 12:30 Uhr besucht werden.
Das Gardaseemuseum kann man über einen Spaziergang entlang der Seepromenade leicht zu Fuß erreichen; in nicht allzu weiter Entfernung gibt es einen Parkplatz.
Für weitere Informationen zum Eintritt und geführten Besichtigungen empfehlen wir einen Besuch der Webseite der Gemeinde von Garda.
comune.garda.vr.it

 

Museum für Fischerei und See-Traditionen


Das Museum für Fischerei und See-Traditionen befindet sich innerhalb des Verbandes „Amici del Gondolin“ in Peschiera del Garda im wunderschönen Radetzky-Saal der ehemaligen Artilleriekaserne.
Die Dauerausstellung zelebriert die Kunst des Fischens, indem sie zahlreiche Sammlungen und Materialien über das Berufs- und Sportfischen, Kalfatern, Jagen auf dem See und vielem mehr zeigt. Es ist wichtig, dass die alten Bräuche und das Erbe der Vergangenheit, in der die Fischerei primäre Wirtschafts- und Nahrungsgrundlage war, nicht in Vergessenheit geraten. Fotografien von Fischern, Bildunterschriften zur Fischfauna und Geologie des Sees und eine Sammlung alter Postkarten begleiten den Besucher auf eine faszinierende Reise, die bis zu alten traditionellen Booten, seltenen Geräten und allerlei Fischereiutensilien führt.
Der Eintritt in das Museum ist kostenlos, Sie können einen ebenfalls kostenfreien Audioguide anfordern, der Ihnen Informationen zur Geschichte und Nutzung der im Museum ausgestellten Objekte gibt. Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Feiertage: von 10:00 bis 12:30 und von 15:30 bis 18:30 Uhr. Im Juli und August (Samstag, Sonntag und Feiertage) von 10:00 bis 12:30 und von 18:00 bis 22:00 Uhr.
amicidelgondolin.it